Am vergangenen Donnerstag verwandelte sich die Jahnhalle in Pforzheim in einen Lernort der besonderen Art:
Die Klassen 6a und 6b nahmen von 13:30 bis 15:30 Uhr an einem abwechslungsreichen Katastrophenschutztag teil. Begleitet von Frau Faber, Frau Frey, Frau Schnabel und Frau Baas erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit verschiedener Hilfsorganisationen, sondern konnten vor allem selbst aktiv werden.
An mehreren praxisorientierten Stationen wurde deutlich, wie vielseitig und bedeutsam Katastrophenschutz ist:
Die Feuerwehr vermittelte anschaulich die Grundlagen der Brandentstehung und zeigte eindrucksvoll, wie Brände effektiv bekämpft werden. Ein besonderes Highlight war die praktische Übung mit dem Feuerlöscher: Die Schülerinnen und Schüler, ebenso wie die begleitenden Lehrerinnen, durften ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden und eine brennende Feuerschale löschen.
An der Station „Wissenswertes rund um Katastrophen“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie man sich in Ausnahmesituationen richtig verhält. Themen wie Warn-Apps, die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen sowie das richtige Handeln bei Stromausfällen, Hochwasser oder Unwettern wurden verständlich und lebensnah vermittelt. Auch die Bedeutung persönlicher Notfallvorsorge wurde den Schülerinnen und Schülern eindrücklich vor Augen geführt.
Die DLRG bot eine realitätsnahe Wasserrettungs-Simulation an: Mit einem Schlauchboot musste ein Dummy vom Hallenboden geborgen werden. Dabei wurde deutlich, wie anspruchsvoll und verantwortungsvoll Einsätze im Wasser sind, insbesondere bei Naturkatastrophen.
Beim THW erfuhren die Klassen, wie wichtig funktionierende Kommunikation im Krisenfall ist. Neben dem korrekten Absetzen eines Notrufs lernten sie technische Lösungen kennen, die selbst dann greifen, wenn herkömmliche Kommunikationswege, etwa durch beschädigte Infrastruktur, ausfallen.
An der Station des DRK stand das praktische Handeln im Vordergrund: Wunden versorgen, einen Tragering falten und den Umgang mit Rettungsmitteln üben – alles Techniken, die im Ernstfall von großem Nutzen sein können.
Die Bergwacht schließlich zeigte eindrucksvoll, wie breit ihr Einsatzspektrum ist: von der Rettung verunglückter Radfahrer im Gelände bis hin zu außergewöhnlichen Bergungen. Mit dem Erlernen des Halbmastwurfs erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem einen Einblick in grundlegende Sicherungstechniken.
Der Katastrophenschutztag bot weit mehr als theoretisches Wissen: Er förderte Verantwortungsbewusstsein, Handlungssicherheit und Teamgeist. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für den Umgang mit Notfallsituationen zu sensibilisieren – praxisnah, motivierend und nachhaltig.
Stefanie Baas