Fördern und Fordern

Förderprogramm

Am Reuchlin-Gymnasium ist es uns wichtig, den Kindern und Jugendlichen die Unterstützung anzubieten, die sie benötigen. Unser Förderprogramm soll helfen, entstandene Wissenslücken zu schließen. Die Bausteine des Förderprogramms sind Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung, individuelle Unterstützung durch Schülerinnen und Schüler im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ und die Vermittlung von Nachhilfemöglichkeiten durch unsere Schülerinnen und Schüler.

Förderunterricht

Zu Beginn des Schuljahres werden die Klassenstufen zunächst über das Angebot an Förderunterricht informiert. Dieses kann von Schuljahr zu Schuljahr variieren. Die Eltern melden ihre Kinder verbindlich für die Förderkurse an. Im Laufe des Schuljahres gibt es zudem die Möglichkeit auf Empfehlung der Fachlehrkraft oder auf Wunsch der Eltern in die Förderkurse einzusteigen. Bitte beachten Sie, dass mit erfolgter Anmeldung eine Anwesenheitspflicht besteht.

Herausforderung

Gebäudeplan

Seminarkurse

Im Rahmen der Besonderen Lernleistung (BLL) bietet das Reuchlin-Gymnasium in der Kursstufe verschiedene Seminarkurse an. Dies sind zwei halbjährige Kurse und finden in der Kursstufe 1 statt (11. bzw. 12. Schuljahr).

Dem Seminarkurs liegt eine fächerübergreifende Themenstellung zugrunde unter Vermittlung wissenschaftspropädeutischer Arbeitsweisen. Er besteht aus der Jahresleistung, einer schriftlichen Dokumentation und eines Kolloquiums. Aus diesen Teilen wird die Gesamtnote gebildet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Seminarkurs ein mündliches Prüfungsfach in der Abiturprüfung ersetzen.

Beispiele für Seminarkurse aus den vergangenen Jahren sind:



Hector-Seminar

Das Hector-Seminar ist ein Seminar zur Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT).

Das Angebot des Hector-Seminars ist eine Ergänzung zum schulischen Angebot der Gymnasien, beginnend von der Klassenstufe 6 bis zur gymnasialen Oberstufe.

Im Spannungsfeld zwischen individueller Förderung und sozialer Integration bietet das Hector-Seminar ein Modell, bei dem die Jugendlichen in ihren sozialen Gruppen verbleiben können, zusätzlich aber im Rahmen der Hector-Seminare einen Perspektivenwechsel ihrer sozialen Rolle erfahren.

Thematisch ist das Hector-Seminar im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) verankert. Bei den Projekten wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt. Das übergeordnete Ziel ist die gesamtheitliche Entwicklung der Persönlichkeit, die Aktivierung und Entfaltung der kognitiven, methodischen, personalen und sozialen Potentiale und die Entwicklung der entsprechenden Kompetenzen und Leistungsfähigkeiten.
Das Hector-Seminar fordert von seinen Teilnehmern ein hohes Maß an Engagement, Leistungswillen und Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Übernahme von Verantwortung, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

Organigramm des Hector-Seminars

Seit 2011 ist das Hector-Seminar um den Standort Pforzheim erweitert. An jedem der Standorte beginnt pro Schuljahr ein neuer Kursjahrgang mit etwa 20 Schülern. Insgesamt werden im Jahr 2007 ca. 400 Schülerinnen und Schüler in 21 verschiedenen Jahrgangskursen des Hector-Seminars gefördert.
Die Betreuung und Organisation der Kurse erfolgt durch 19 Arbeitskreisleiterinnen und Arbeitskreisleiter mit Unterstützung durch die Geschäftsstelle in Heidelberg. Durch die weitgehend selbstorganisierende Struktur wird trotz komplizierter dezentraler Organisation nur ein Minimum an Verwaltungskapazität benötigt.

Eine Besonderheit des Hector-Seminars ist die Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Schulbehörden und der privaten Hector-Stiftung. Die Schulbehörde stellt geeignete, ausgewählte Lehrkräfte für das Hector-Seminar frei, sichert die Durchführung des Auswahl- und Evaluationsverfahrens an den Schulen und die Kooperation des Hector-Seminars an den jeweiligen Stammschulen. Zur Finanzierung des Projektes stellte die Hector-Stiftung für den Zeitraum von Dezember 2000 bis Ende 2007 für Personal- und Sachkosten ca. drei Millionen Euro zur Verfügung. Da die Personalkosten für die freigestellten Lehrkräfte von der Hector-Stiftung
bezahlt werden, kann die Schulverwaltung im gleichen Deputatsumfang zusätzlich Lehrerinnen und Lehrer einstellen.

Weitere Informationen unter http://www.hector-seminar.de

Kooperation Hochschule PF

Die Kooperation zwischen der Hochschule Pforzheim und dem Reuchlin-Gymnasium ist eine echte Erfolgsgeschichte.

Bereits seit dem Schuljahr 2007/2008 besteht im Rahmen der Begabtenförderung für besonders leistungsstarke und motivierte Schülerinnen und Schüler das zusätzliche Angebot, im Rahmen eines Begleitstudiums an der Hochschule Pforzheim Vorlesungen, Seminare und Praktika zu belegen. Am Semesterende legen diese Schülerstudenten, wie andere Studenten auch, reguläre Abschlussklausuren bzw. Kolloquien ab und erwerben auf diese Weise neben wertvollen Erfahrungen bereits ECTS-Credits für ein späteres Hochschulstudium.
Die Auswahl erfolgt in der Schule in Absprache mit der Hochschule anhand der Empfehlung der Zeugniskonferenzen. Die 20 bis 25 genannten Schüler werden von einem Kollegen, der für die Kooperation mit der Hochschule verantwortlich ist, in das Hochschulangebot eingeführt und eingehend beraten. Spezielle Wünsche werden, wo möglich, berücksichtigt. Am Ende sind es pro Semester zwischen 5 und 10 Schülern, die das Angebot für sich realisieren wollen bzw. können.
Ab dem Wintersemester 2013/2014 wurde das Vorlesungsangebot für Schüler dahingehend erweitert, dass die Fakultät für Gestaltung mit einbezogen wurde. Damit konnte eine neue Zielgruppe unter den Schülern erfolgreich angesprochen werden.

Die Kooperation zwischen der Hochschule und dem Reuchlin-Gymnasium wurde in den letzten Jahren kontinuierlich und zielgerichtet ausgebaut. So wurde gemeinsam mit der Hochschule ein Gesamtkonzept abgestimmt, welche Angebote der Hochschule von den einzelnen Oberstufenklassen wahrgenommen werden. Dies beinhaltet unter anderem den Besuch verschiedener Schüler-Labore z.B. in den Bereichen Biomechanik, Chemie oder Gentechnik. Als besonderes Highlight besucht die komplette Kursstufe 1 während der Projektwoche über zwei Tage die Hochschule, um dort einen umfassenden Einblick in das Studienangebot zu erhalten.

Auch am Projekt MINTerest der Hochschule ist das Reuchlin-Gymnasium als Kooperationspartner beteiligt. Ziel des Projekts ist es, das Interesse von Schülerinnen und Schüler für den MINT-Bereich zu wecken, indem sie durch verschiedene Angebote erleben können, wie spannend Naturwissenschaften sein können.